Touristen, die nach DC kommen sollten vor ihrer Ankunft ihre Rechte und Pflichten innerhalb des Districts of Columbia genau kennen. Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich Heide, die mir vor meiner Abfahrt die wichtigsten Gesetze zusammengestellt hat. Hier ein kurzer Überblick:
1. Ein Richter des District of Columbia hat entschieden, dass Betteln ein Ausdruck der freien Rede ist, der von der Verfassung geschützt wird.
2. In Washington DC ist es illegal, einen anderen öffentlich als Feigling zu bezeichnen, weil dieser sich zuvor nicht duellieren wollte.
3. Es ist ungesetzlich für kleine Jungen im District of Columbia Steine zu werfen - ganz egal zu welcher Zeit und an welchem Ort von DC.
4. Die einzige erlaubte Stellung in Washington DC ist die Missionarsstellung. Alle anderen sexuellen Praktiken werden als illegal betrachtet.
5. Laut US-Regierung ist es ein Verbrechen falsche Wettervorhersagen abzugeben.
Never forget: It‘s the law, stupid!
Montag, 31. August 2009
Sonntag, 30. August 2009
Frankfurt - Washington: Eine Odyssee
Die folgenden Seiten sind ein Gedächtnisprotokoll meiner Reise nach Washington. Bitte beachten Sie: dem Verfasser dieses Textes geht es mittlerweile wieder gut, weil einen Tag vor seinem Geburtstag "United Airlines" doch noch sein Gepäck gefunden hat.
Air India, Frankfurt - Newark. Selbst im Flugzeug kommt noch keine Spur von Fernweh bei mir auf. Annika, eine Freundin, die zusammen mit mir knapp ein Jahr lang in DC studieren wird, fliegt mit mir. Wir haben die Karten zufällig für den gleichen Flug gebucht, es glücklicherweise früh genug bemerkt und uns vorhin beim Check-In schon um zwei Plätze nebeneinander gekümmert. Es ist gut, dass Annika dabei ist. Acht Stunden hätten sonst ganz schön langweilig werden können. Außerdem hasse ich fliegen. Eigentlich nur den Start. Ich hab es vor fünf Jahren mal gemerkt, als ich nach Kroatien zu meiner Verwandtschaft geflogen bin. Ich glaub es ist der Moment, bevor das Flugzeug abhebt, den ich nicht leiden kann. Genau eine Stunde später als geplant (die Airline ist mit den Zeitzonen durcheinander gekommen) ist der Moment wieder da, aber es ist nichts...ich hab den schlimmsten Teil der Reise schon jetzt überstanden, wie es scheint.
Air India ist klasse. Alles ist so „authentisch“: Auf den Bildschirmen am Platz laufen neben amerikanischen Sitcoms und Hollywood-Streifen indische Seifenopern, es gibt original indisches Essen, was für Flugzeugverhältnisse wirklich gut war, und die Stewardessen tragen Saris-Gewänder (danke Wiebke!!). Ich trinke eine Coca-Cola und gucke „Two and a Half Man“. Irgendwie das Einzige, was mich gerade wieder daran erinnert, dass ich auf dem Weg in die USA bin. Wow, 10 Monate. Vorhin als ich mich von meinen Eltern verabschiedet hab, kam es mir nicht so vor, als ob wir uns so lange nicht mehr sehen und nun sechs Zeitzonen auseinander wohnen würden.
Nach stundenlangem Blick auf den wolkenbedeckten Atlantik nähern wir uns New York. Von der Luft aus ist die Skyline von Manhattan zu sehen. Die Sonne scheint grell auf die glänzenden Gebäude, die riesige Schatten nach vorne werfen. Jetzt setzt die Realität ein: Ich bin in den USA. Der andere Sitznachbar links von Annika macht von seinem Platz aus Sightseeing mit uns: „This is the Hudson River. You know? Where the Airplane came down“, sagt er grinsend, wohlwissend, dass wir gerade im Begriff sind zu landen. „So let‘s hope the best.“ Bevor wir aufsetzen, schaffen wir es nur noch die Freiheitsstatue aus der Ferne zu sehen. Und alles ist gut gegangen.
Shuttle Transport, Newark - JFK International. Weil Air India Verspätung hatte, wird es jetzt eng für meinen nächsten Flug. Meine Maschine nach Washington startet vom JFK International, gelandet bin ich in New Jersey, genauer in Newark. Annika fliegt vom LaGuardia Airport. Ich hätte die Möglichkeit gehabt für 100 Dollar sicher pünktlich zum JFK gebracht zu werden oder den Flug für 30 Dollar zu riskieren. Eine leicht zu lösende Rechenaufgabe für einen Studenten: Ich nehm die 30-Dollar-Variante. In zweieinhalb Stunden geht mein Flug, das sollte zu schaffen sein.
Endlich kommt der Fahrer. Er ist ein bräsiger Typ, dessen Kopf in seinem Nacken verschwindet, wenn er geht. Wie er wirklich heißt, weiß ich bis heute nicht, was schade ist. Ich hab ihn Dick genannt. Dick hilft mir mit meinem Gepäck. "Is this all?", fragt er mich, als er den Koffergriff bis zum Anschlag herauszieht. Der große Koffer sieht an seiner Hand aus wie eine Aktentasche, die er watschelnd hinter sich her schleift.
In einem Artikel über den Unterschied zwischen Briten und Europäern, zitierte der Comedian Ben Knight vor einigen Ausgaben im Freitag James Baldwin, der einmal schrieb, dass man solange keine Heimat hat, bis man sie verlässt. Erst wenn man in der Fremde sei, wüsste man was das bedeute: Heimat. Ich bin nun wirklich kein Heimatverbundener, trotzdem erwische ich mich seit meiner Ankunft in den USA immer wieder dabei, wie ich Gedanken mit „Zu Hause wäre das aber...“ oder „in Deutschland ist es normal, dass...“ anfange.
So auch bei Dick. Ich folge ihm in einen Pontiac GMC mit drei Bänken. Ein riesiger SUV, der in Deutschland wahrscheinlich Fahrverbot bekommen würde, weil er so viel Sprit frisst. Sogar während der Fahrt riecht es im Fahrzeug nach Benzin. New York ist unglaublich. Ich kann die Aussicht allerdings nicht wirklich genießen. Nicht nur weil die Zeit drängt, sondern auch wegen Dick. Er fährt komisch. Vorhin haben wir schon eine Verkehrsinsel mitgenommen, so als ob es das normalste der Welt wäre. Nachdem wir schon eine halbe Stunde durch NYC fahren, sehe ich durch den Innenspiegel, wie Dick immer wieder die Augen zufallen. Ich krieg Angst. Wir fahren eine Auffahrt hoch, Dick schlummert schon wieder in seinem Sekundenschlaf. Wann ist es der richtige Moment, einem Fahrer zu signalisieren, dass man Angst um sein Leben hat, ohne als Verrückter eingestuft zu werden? Ich habe keine Ahnung. Wir fahren auf eine ziemlich dünne Holzplanke zu, die den GMC sicher nicht aufhalten wird. Irgendwann in den nächsten zwei Sekunden sollte Dick das Steuer nach rechts bewegen. Eins. Zwei. Nichts passiert. Ich will Dick gerade aus seinem Schlaf brüllen, da öffnet er von selbst die Augen und zieht noch rüber. Seinen Führerschein hätte er in der Prüfung dafür nicht bekommen, aber wir leben.
Ich kann schon das Schild JFK International sehen. Immer wieder halten wir an, weil es so viel los ist. Dick döst weiter halb vor sich hin. Ich könnte es noch schaffen. 27 Minuten bevor mein Flug geht, komme ich schließlich am Gate von United Airlines an. Dick will noch fünf Dollar, weil er mich direkt vor das Gate gefahren hat. Ich gebe ihm zehn. Ich weiß bis heute nicht warum.
JFK International, New York. Die Dame am Check-In sagt mir, dass ich nicht mehr für meinen regulären Flug einchecken könnte. Der nächste Flug ginge in vier Stunden. Es bleibt mir wenig anderes übrig: Ich gebe mein Gepäck für den nächsten Flug ab und warte.
Ich stehe auf einer Standby-Liste und muss auch um den nächsten Flug bangen. Hätten noch drei Leute mehr eingecheckt, hätte ich noch mal warten dürfen. Am Ende passt es aber und ich komme mit nach DC. Ich bin erschöpft, weil ich schon über 20 Stunden wach bin.
United Airlines, JFK International - International Dulles, Washington DC. Was für ein Ersatz: Das Flugzeug ist eine 50-Mann-Maschine, in der ich noch weniger Platz als sonst für meine Beine habe. Nun ja, der Gedanke bald in DC zu sein, tröstet mich.
Es dauert nur etwa eine Stunde, bis wir auf der Landebahn in Washington aufsetzen. Zum Gepäck geht es auf der anderen Seite des Flughafens. Ein Shuttle bringt uns über die Landebahn zur Gepäckausgabe.
Ich habe etwa eine Stunde auf mein Gepäck gewartet. Es sind 23 Stunden, die ich jetzt wach bin. Ein Gepäckbetreuer von United Airlines macht mir Hoffnung, dass der Flug ja noch nicht von der Anzeige verschwunden ist und somit noch nicht jedes Gepäckstück auf dem Karussell liegt. Nach weiteren zehn Minuten dann die Gewissheit: Mein Gepäck ist weg.
Ich gebe völlig übermüdet die wenigen Möglichkeiten mich in den USA zu erreichen heraus und füll ein Formblatt aus. Bisher kenne ich nur meine Anschrift: 4300 Nebraska Ave NW. Meine Schrift sieht zittrig aus. Ich bin hundemüde und hätte nie gedacht, dass mein erster Tag in DC so beginnen würde. Das „have a good night“ von dem Herren am „Lost&Found“-Stand klingt in meinen Ohren wie bittere Ironie. Nicht einmal mit einer Zahnbürste im Gepäck fahre ich zur American University und übernachte auf einer fleckigen Matratze, wo ich mich in meinem neuen Zimmer mit meiner Jacke zudecke.
Ein paar Tage später wird wieder alles in Ordnung sein. Den Namen von Dick wüsste ich allerdings dennoch gerne. Einfach um alle Flughafenpendler New Yorks zu warnen und um mir die fünf Dollar Trinkgeld wiederzuholen.
Air India, Frankfurt - Newark. Selbst im Flugzeug kommt noch keine Spur von Fernweh bei mir auf. Annika, eine Freundin, die zusammen mit mir knapp ein Jahr lang in DC studieren wird, fliegt mit mir. Wir haben die Karten zufällig für den gleichen Flug gebucht, es glücklicherweise früh genug bemerkt und uns vorhin beim Check-In schon um zwei Plätze nebeneinander gekümmert. Es ist gut, dass Annika dabei ist. Acht Stunden hätten sonst ganz schön langweilig werden können. Außerdem hasse ich fliegen. Eigentlich nur den Start. Ich hab es vor fünf Jahren mal gemerkt, als ich nach Kroatien zu meiner Verwandtschaft geflogen bin. Ich glaub es ist der Moment, bevor das Flugzeug abhebt, den ich nicht leiden kann. Genau eine Stunde später als geplant (die Airline ist mit den Zeitzonen durcheinander gekommen) ist der Moment wieder da, aber es ist nichts...ich hab den schlimmsten Teil der Reise schon jetzt überstanden, wie es scheint.
Air India ist klasse. Alles ist so „authentisch“: Auf den Bildschirmen am Platz laufen neben amerikanischen Sitcoms und Hollywood-Streifen indische Seifenopern, es gibt original indisches Essen, was für Flugzeugverhältnisse wirklich gut war, und die Stewardessen tragen Saris-Gewänder (danke Wiebke!!). Ich trinke eine Coca-Cola und gucke „Two and a Half Man“. Irgendwie das Einzige, was mich gerade wieder daran erinnert, dass ich auf dem Weg in die USA bin. Wow, 10 Monate. Vorhin als ich mich von meinen Eltern verabschiedet hab, kam es mir nicht so vor, als ob wir uns so lange nicht mehr sehen und nun sechs Zeitzonen auseinander wohnen würden.
Nach stundenlangem Blick auf den wolkenbedeckten Atlantik nähern wir uns New York. Von der Luft aus ist die Skyline von Manhattan zu sehen. Die Sonne scheint grell auf die glänzenden Gebäude, die riesige Schatten nach vorne werfen. Jetzt setzt die Realität ein: Ich bin in den USA. Der andere Sitznachbar links von Annika macht von seinem Platz aus Sightseeing mit uns: „This is the Hudson River. You know? Where the Airplane came down“, sagt er grinsend, wohlwissend, dass wir gerade im Begriff sind zu landen. „So let‘s hope the best.“ Bevor wir aufsetzen, schaffen wir es nur noch die Freiheitsstatue aus der Ferne zu sehen. Und alles ist gut gegangen.
Shuttle Transport, Newark - JFK International. Weil Air India Verspätung hatte, wird es jetzt eng für meinen nächsten Flug. Meine Maschine nach Washington startet vom JFK International, gelandet bin ich in New Jersey, genauer in Newark. Annika fliegt vom LaGuardia Airport. Ich hätte die Möglichkeit gehabt für 100 Dollar sicher pünktlich zum JFK gebracht zu werden oder den Flug für 30 Dollar zu riskieren. Eine leicht zu lösende Rechenaufgabe für einen Studenten: Ich nehm die 30-Dollar-Variante. In zweieinhalb Stunden geht mein Flug, das sollte zu schaffen sein.
Endlich kommt der Fahrer. Er ist ein bräsiger Typ, dessen Kopf in seinem Nacken verschwindet, wenn er geht. Wie er wirklich heißt, weiß ich bis heute nicht, was schade ist. Ich hab ihn Dick genannt. Dick hilft mir mit meinem Gepäck. "Is this all?", fragt er mich, als er den Koffergriff bis zum Anschlag herauszieht. Der große Koffer sieht an seiner Hand aus wie eine Aktentasche, die er watschelnd hinter sich her schleift.
In einem Artikel über den Unterschied zwischen Briten und Europäern, zitierte der Comedian Ben Knight vor einigen Ausgaben im Freitag James Baldwin, der einmal schrieb, dass man solange keine Heimat hat, bis man sie verlässt. Erst wenn man in der Fremde sei, wüsste man was das bedeute: Heimat. Ich bin nun wirklich kein Heimatverbundener, trotzdem erwische ich mich seit meiner Ankunft in den USA immer wieder dabei, wie ich Gedanken mit „Zu Hause wäre das aber...“ oder „in Deutschland ist es normal, dass...“ anfange.
So auch bei Dick. Ich folge ihm in einen Pontiac GMC mit drei Bänken. Ein riesiger SUV, der in Deutschland wahrscheinlich Fahrverbot bekommen würde, weil er so viel Sprit frisst. Sogar während der Fahrt riecht es im Fahrzeug nach Benzin. New York ist unglaublich. Ich kann die Aussicht allerdings nicht wirklich genießen. Nicht nur weil die Zeit drängt, sondern auch wegen Dick. Er fährt komisch. Vorhin haben wir schon eine Verkehrsinsel mitgenommen, so als ob es das normalste der Welt wäre. Nachdem wir schon eine halbe Stunde durch NYC fahren, sehe ich durch den Innenspiegel, wie Dick immer wieder die Augen zufallen. Ich krieg Angst. Wir fahren eine Auffahrt hoch, Dick schlummert schon wieder in seinem Sekundenschlaf. Wann ist es der richtige Moment, einem Fahrer zu signalisieren, dass man Angst um sein Leben hat, ohne als Verrückter eingestuft zu werden? Ich habe keine Ahnung. Wir fahren auf eine ziemlich dünne Holzplanke zu, die den GMC sicher nicht aufhalten wird. Irgendwann in den nächsten zwei Sekunden sollte Dick das Steuer nach rechts bewegen. Eins. Zwei. Nichts passiert. Ich will Dick gerade aus seinem Schlaf brüllen, da öffnet er von selbst die Augen und zieht noch rüber. Seinen Führerschein hätte er in der Prüfung dafür nicht bekommen, aber wir leben.
Ich kann schon das Schild JFK International sehen. Immer wieder halten wir an, weil es so viel los ist. Dick döst weiter halb vor sich hin. Ich könnte es noch schaffen. 27 Minuten bevor mein Flug geht, komme ich schließlich am Gate von United Airlines an. Dick will noch fünf Dollar, weil er mich direkt vor das Gate gefahren hat. Ich gebe ihm zehn. Ich weiß bis heute nicht warum.
JFK International, New York. Die Dame am Check-In sagt mir, dass ich nicht mehr für meinen regulären Flug einchecken könnte. Der nächste Flug ginge in vier Stunden. Es bleibt mir wenig anderes übrig: Ich gebe mein Gepäck für den nächsten Flug ab und warte.
Ich stehe auf einer Standby-Liste und muss auch um den nächsten Flug bangen. Hätten noch drei Leute mehr eingecheckt, hätte ich noch mal warten dürfen. Am Ende passt es aber und ich komme mit nach DC. Ich bin erschöpft, weil ich schon über 20 Stunden wach bin.
United Airlines, JFK International - International Dulles, Washington DC. Was für ein Ersatz: Das Flugzeug ist eine 50-Mann-Maschine, in der ich noch weniger Platz als sonst für meine Beine habe. Nun ja, der Gedanke bald in DC zu sein, tröstet mich.
Es dauert nur etwa eine Stunde, bis wir auf der Landebahn in Washington aufsetzen. Zum Gepäck geht es auf der anderen Seite des Flughafens. Ein Shuttle bringt uns über die Landebahn zur Gepäckausgabe.
Ich habe etwa eine Stunde auf mein Gepäck gewartet. Es sind 23 Stunden, die ich jetzt wach bin. Ein Gepäckbetreuer von United Airlines macht mir Hoffnung, dass der Flug ja noch nicht von der Anzeige verschwunden ist und somit noch nicht jedes Gepäckstück auf dem Karussell liegt. Nach weiteren zehn Minuten dann die Gewissheit: Mein Gepäck ist weg.
Ich gebe völlig übermüdet die wenigen Möglichkeiten mich in den USA zu erreichen heraus und füll ein Formblatt aus. Bisher kenne ich nur meine Anschrift: 4300 Nebraska Ave NW. Meine Schrift sieht zittrig aus. Ich bin hundemüde und hätte nie gedacht, dass mein erster Tag in DC so beginnen würde. Das „have a good night“ von dem Herren am „Lost&Found“-Stand klingt in meinen Ohren wie bittere Ironie. Nicht einmal mit einer Zahnbürste im Gepäck fahre ich zur American University und übernachte auf einer fleckigen Matratze, wo ich mich in meinem neuen Zimmer mit meiner Jacke zudecke.
Ein paar Tage später wird wieder alles in Ordnung sein. Den Namen von Dick wüsste ich allerdings dennoch gerne. Einfach um alle Flughafenpendler New Yorks zu warnen und um mir die fünf Dollar Trinkgeld wiederzuholen.
Wie dieser Blog zu lesen ist
Vor diesem Eintrag habe ich mich gefragt: Wozu das Ganze? Wozu einen Blog?
Blogs waren für mich lange Zeit Narzissmus 2.0. Eine charmante Form der Selbstdarstellung - nicht mehr. Für mich war klar: Ich werde nie einen Blog haben.
Dann habe ich damit angefangen mich neben Nachrichtenseiten auch per Blog zu informieren. Die fachspezifischen Blogs oder professionellen Blogs von Journalisten haben dabei durchaus Perspektiven aufgegriffen, die Massenmedien vernachlässigen. Auf der Jahrestagung von Netzwerk Recherche vor etwa drei Monaten in Hamburg sagte Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, dass es die Blogosphäre war, die in den USA während des Irakkriegs als eine demokratische Not- und Selbsthilfe einsetzte. Was der Mainstream nicht berichtete, wurde online von der community kritisiert. „Blogger haben die kritischen Analysen und Kommentare gegen Bush und den Irak-Krieg geschrieben, die man in den Zeitungen nicht lesen konnte“, sagte er damals.
Sicher ist mein Blog anders und wird nicht den Anspruch erfüllen, den Heribert Prantl den Blogs zuschreibt. Dennoch sind auch private Blogs nützlich, solange die Zielgruppe bekannt ist und nicht nur irgendein Blabla abgelassen wird, das keinen Menschen interessiert. Meine Zielgruppe, das seid ihr. Ich kenne euch in der Regel alle beim Namen. Ihr seid meine Familie, meine Freunde und wollt wissen, was ich während meines Auslandsjahrs in den USA alles erlebe. Ich will es euch sagen und zeigen.
Wäre ich vor ein paar Jahren auf diesem Blog gewesen, hätte ich vermutlich geurteilt: Selbstdarstellung. Ich will aber mit diesem Eintrag ganz klar machen, was den Leser erwartet, auch wenn Jemand zufällig darauf stößt - schließlich ist dieser Blog weltweit erreichbar. Ich glaube das ist es, was Privatblogger häufig vergessen.
Blogs waren für mich lange Zeit Narzissmus 2.0. Eine charmante Form der Selbstdarstellung - nicht mehr. Für mich war klar: Ich werde nie einen Blog haben.
Dann habe ich damit angefangen mich neben Nachrichtenseiten auch per Blog zu informieren. Die fachspezifischen Blogs oder professionellen Blogs von Journalisten haben dabei durchaus Perspektiven aufgegriffen, die Massenmedien vernachlässigen. Auf der Jahrestagung von Netzwerk Recherche vor etwa drei Monaten in Hamburg sagte Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, dass es die Blogosphäre war, die in den USA während des Irakkriegs als eine demokratische Not- und Selbsthilfe einsetzte. Was der Mainstream nicht berichtete, wurde online von der community kritisiert. „Blogger haben die kritischen Analysen und Kommentare gegen Bush und den Irak-Krieg geschrieben, die man in den Zeitungen nicht lesen konnte“, sagte er damals.
Sicher ist mein Blog anders und wird nicht den Anspruch erfüllen, den Heribert Prantl den Blogs zuschreibt. Dennoch sind auch private Blogs nützlich, solange die Zielgruppe bekannt ist und nicht nur irgendein Blabla abgelassen wird, das keinen Menschen interessiert. Meine Zielgruppe, das seid ihr. Ich kenne euch in der Regel alle beim Namen. Ihr seid meine Familie, meine Freunde und wollt wissen, was ich während meines Auslandsjahrs in den USA alles erlebe. Ich will es euch sagen und zeigen.
Wäre ich vor ein paar Jahren auf diesem Blog gewesen, hätte ich vermutlich geurteilt: Selbstdarstellung. Ich will aber mit diesem Eintrag ganz klar machen, was den Leser erwartet, auch wenn Jemand zufällig darauf stößt - schließlich ist dieser Blog weltweit erreichbar. Ich glaube das ist es, was Privatblogger häufig vergessen.
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