Sonntag, 30. August 2009

Wie dieser Blog zu lesen ist

Vor diesem Eintrag habe ich mich gefragt: Wozu das Ganze? Wozu einen Blog?

Blogs waren für mich lange Zeit Narzissmus 2.0. Eine charmante Form der Selbstdarstellung - nicht mehr. Für mich war klar: Ich werde nie einen Blog haben.

Dann habe ich damit angefangen mich neben Nachrichtenseiten auch per Blog zu informieren. Die fachspezifischen Blogs oder professionellen Blogs von Journalisten haben dabei durchaus Perspektiven aufgegriffen, die Massenmedien vernachlässigen. Auf der Jahrestagung von Netzwerk Recherche vor etwa drei Monaten in Hamburg sagte Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, dass es die Blogosphäre war, die in den USA während des Irakkriegs als eine demokratische Not- und Selbsthilfe einsetzte. Was der Mainstream nicht berichtete, wurde online von der community kritisiert. „Blogger haben die kritischen Analysen und Kommentare gegen Bush und den Irak-Krieg geschrieben, die man in den Zeitungen nicht lesen konnte“, sagte er damals.

Sicher ist mein Blog anders und wird nicht den Anspruch erfüllen, den Heribert Prantl den Blogs zuschreibt. Dennoch sind auch private Blogs nützlich, solange die Zielgruppe bekannt ist und nicht nur irgendein Blabla abgelassen wird, das keinen Menschen interessiert. Meine Zielgruppe, das seid ihr. Ich kenne euch in der Regel alle beim Namen. Ihr seid meine Familie, meine Freunde und wollt wissen, was ich während meines Auslandsjahrs in den USA alles erlebe. Ich will es euch sagen und zeigen.

Wäre ich vor ein paar Jahren auf diesem Blog gewesen, hätte ich vermutlich geurteilt: Selbstdarstellung. Ich will aber mit diesem Eintrag ganz klar machen, was den Leser erwartet, auch wenn Jemand zufällig darauf stößt - schließlich ist dieser Blog weltweit erreichbar. Ich glaube das ist es, was Privatblogger häufig vergessen.

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